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Paul Siegfried

Untere Spitalgasse 11

97753 Karlstadt

Tel.: 0160 - 7962160

E-Mail: paulsiegfried@online.de

 

Main-Post Karlstadt 09.01.2012 
von Günter Roth

 

Für Leute mit Lust am Kombinieren                                                                                                    Der Karlstadter Krimiautor Paul Siegfried hat seinen vierten Fall herausgebracht

Aller guten Dinge sind vier, denkt sich der Karlstadter Autor Paul Siegfried und serviert einen weiteren verzwickten Kriminalfall. Nach „Zimmer und der Fuchs im Baum“ und zwei Fällen mit dem Titel „Ortstermin“ aus der Region Karlstadt ist in „Zimmer und die Blumen des Kaisers“ diesmal Siegfrieds Heimat Rheinhessen der Schauplatz ungewöhnlicher verzwickt miteinander verwobener Vorfälle. Da ist der skurrile Fall des Staatssekretärs Fleckenstein, dessen Selbstmord nicht gelingt, weil er zuvor einem Giftanschlag zum Opfer fällt. Im Kofferraum seines Wagens findet man die Leiche von „Blümchen“, der 19-jährigen Johanna, die im Behindertenwohnheim des undurchsichtigen Doktors Kaiserle wohnte. Und da gibt es noch einen Bekennerbrief, in dem der verblichene Staatssekretär ankündigt, Jonny Heuser zu erschießen, weil der ihm sein einziges Kind wegnehmen wolle. 

Kein Wunder, dass zu Beginn der 272 Seiten umfassenden Story nicht nur der Leser, sondern auch der Ermittler Hauptkommissar Hubert Vittorio Zimmer völlig im Dunklen tappt.

Was haben die drei Personen miteinander zu tun und was spielt sich ab in Kaiserles Nervenklinik in Abtswey? Zudem sitzt natürlich auch das Innenministerium den Beamten im Nacken, die den Fall möglichst rasch ohne öffentlichem Aufsehen gelöst sehen wollen.

Verworrene Fäden

Zimmer ermittelt vor Ort, zunächst undercover, dann zunehmend nachdrücklicher, langsam beginnt er die verworrenen Fäden zuordnen und erkennt immer wieder: Es ist alles doch ganz anders – oder doch etwa nicht? Paul Siegfried stellt in seinem Krimi ausschließlich markante Typen vor. Einen knurriger griechischer Wirt, eine kesse Bedienung, einen extrem rustikalen Hausmeister und überraschend gewandte Bewohner des Behindertenwohnheims. Spaß hat er an sprachlichen Spielen, wenn er etwa bei den Vornamen das eher biedere „Hubert“ mit dem zweiten Vornamen „Vittorio“ vermengt. Auch sein Chef Wotan Wagenknecht oder der Zeuge Fussenegger beweisen die Freude an sprachlichen Spielen. Viel Freude zeigt der Autor auch an detailgetreuen Beobachtungen und Beschreibungen. Da nistet sich ein „Geruch nach kalten Pommes, nach Knoblauch und Anis in die Zwischenräume und Ritzen der Wandverkleidung“ ein, da entsteht ein sprachliches Gemälde von einem großen amerikanischen Briefkasten aus Aluminium, der wie eine überdimensionale Brotbüchse an einem rotweiß geringelten Pfahl befestigt ist. Dies lässt einerseits beim Leser komplexe interessante Bilder entstehen, bewirkt aber auch gelegentlich die eine oder andere Länge, die durchschritten werden muss. Paul Siegfried lässt seine Geschichte im Stil eines investigativen Ermittelns langsam starten, drückt aber zunehmend aufs Tempo in dem Maß, in dem sein Kommissar mehr und mehr Licht in das Dunkel bringt. Als dann klar wird, dass der angekündigte Mord des Staatssekretärs Fleckenstein tatsächlich stattgefunden hat, beginnen sich die Ereignisse sich zu überschlagen und es kommt zu einem durchaus aufregenden klassischen „Showdown“. Dabei gibt es immer wieder schelmischen Witz, wie zum Beispiel die beginnende amouröse Annäherung des Kommissars und der Psychologin Cilli Amberger – oder war auch hier alles doch ganz anders? 

Paul Siegfried bringt sich auch hier wieder selbst mit seiner Person in die Handlung ein. Die Hommage an seine Heimat Rheinhessen, die Erinnerung an Sinneseindrücke seiner Jugend und die Affinität zu italienischen Vornamen lassen immer wieder den Autor selbst durchblicken. Sein Krimi „Zimmer und die Blumen des Kaisers“ ist ein pfiffiges Werk mit Spannung und Freude an der Sprache.

Das Buch ist erhältlich bei der Karlstadter Buchhandlung Ehehalt oder beim Autor selbst. Kontakt über paulsiegfried@online.de.

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Main-Post Karlstadt 15.12.2010 
von Günter Roth

Schwarze Flecken auf weißen Westen                                                                                               Paul Siegfried legt den zweiten „Ortstermin“ vor – Karlstadt Schauplatz eines Krimis

 

Der Autor Paul Siegfried lädt zum „zweiten Ortstermin Karlstadt“ ein. Nach seinem Erstlingswerk stellt er nun eine „kriminell verzwickte Affäre“ vor. Hier geht es zwischen Saupurzel und Retztal ganz schön zur Sache.

Während Siegfried seinen ersten Ortstermin als „kriminell vergnüglichen Rundgang“ durch Karlstadt verstanden wissen wollte, bei dem die Handlung, aufgehängt an einer Wasserleiche, eher eine sekundäre Rolle spielt, steht nun in der Fortsetzung weniger die Stadt selbst mit ihren kleinen oder größeren Besonderheiten im Vordergrund. Vielmehr ist sie jetzt Schauplatz handfester Machenschaften.

Um Kleinstadt-Seilschaften geht es hier, um schwarze Flecken auf den weißen Westen „scheinheiliger bürgerlicher Existenzen“ und letztlich um zwei Todesfälle, von denen zumindest einer ein Mord ist. Am Schluss kommt sogar noch ein Hauch von Mafia dazu.

Leser des ersten Bandes werden den Journalisten Holger Maria Dux, inzwischen Lokalredakteur beim „Main-Boten“, wiedertreffen, ebenso Lothar Kühlwein, den Polizisten, den jeder kennt. Im Mittelpunkt der Handlung stehen diesmal zwei Geschäftsleute, die von ihrer Vergangenheit eingeholt werden, und Pius Barthel, eine fränkische Ausgabe von Kommissar Maigret. Und dann ist da noch Ilona Zucker – schön, aber leider tot.

Paul Siegfried baut die Handlung seines Krimis langsam auf und wirft dabei schon von Anfang an so manche Nebelbombe, die den Leser ganz bewusst auf die falsche Fährte führt, aber gelegentlich auch verwirrt. Im zweiten Drittel aber gewinnt die Handlung an Fahrt. Jeder versucht jeden gnadenlos auszuspielen, den eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen und gerät dadurch noch tiefer in den Sumpf. So auch der Leser, wenn er glaubt, die Verstrickungen frühzeitig zu durchschauen. Eine rasche Wendung – und der Verdächtige war es dann doch nicht!

Der Autor wechselt scheinbar unmotiviert seinen Sprachstil. Einmal verwendet er Wörter der Umgangssprache („Ich bügele mal schnell zum Kreuzberg hoch!“), dann beschreibt er wieder sachlich genau Vorgänge und kann sehr spannend erzählen wie beim „Show-Down“ auf dem Saupurzel.

Dazwischen gibt es immer wieder blumige, fast poetische Wortspiele, wenn zum Beispiel der junge Reporter droht, seine Feder endgültig ins Korn zu werfen, oder nachdenkt über die „fränkisch verrauchte Mischung aus weitem Himmel und dunkler Erde, die ihn trotz aller Fallstricke immer wieder in ihren Bann ziehen würde“. Ein wohl einzigartiges Kompliment ist die Beschreibung von „Augen, gegen die das Blau des Mittelmeeres die Farbe von Erbsensuppe hat“.

Eigenwillige sachliche Vorgaben darf man dem Autor nicht allzu streng vorhalten, sie sind teilweise bewusst und gewollt. Kriminalkommissare pflegen nämlich gemeinhin nicht mit einem Lokalreporter ungeklärte Mutmaßungen bezüglich eines laufenden Falls zu erörtern. Insgesamt aber kann sich der Leser auf ein unterhaltsames und spannendes Büchlein von knapp 170 Seiten freuen und insgeheim überlegen, wo wohl das Bistro „Le Grenadier“ oder das „Franken-Eck“ zu finden ist und wer sich hinter Alonso Schreck oder dem Anwalt Klotz verbirgt. Denn dass alle Personen des Krimis frei erfunden sind, ist auch so eine Nebelbombe von Paul Siegfried: In Wirklichkeit hat er nämlich durchaus real existierende Menschen im Hinterkopf.

Erhältlich ist das Werk für 9,95 Euro in der Buchhandlung Ehehalt oder bei Paul Siegfried, Tel. (093 53/98 30 30), oder unter E-Mail: paul_siegfried@web.de.

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Main-Post Karlstadt 03.02.2010 
von Michaela Moldenhauer

Den Lesern Lust auf Karlstadt machen

Paul Siegfrieds „Ortstermin“ ist eine liebevolle Stadtbetrachtung und viel fränkisches Lebensgefühl!

Der ebenso unerwartete wie unangenehme Zusammenstoß mit einer Wasserleiche vergällt dem pensionierten Lehrer Rudolf Glaubner nicht nur sein morgendliches Bad im Main, er muss auch das jährliche „Schnickerli-Essen“ absagen. Dem angehenden Journalisten Holger Maria Dux dagegen verhilft die Leiche zu einer unerwartet angenehmen Begegnung mit „Fleischküchle“ und anderen Feinheiten der fränkischen Lebensart.

„Ortstermin Karlstadt – ein kriminell vergnüglicher Rundgang“ heißt das 100 Seiten starke Büchlein von Paul   Siegfried, das wie ein Krimi beginnt, aber sehr schnell in eine Liebesgeschichte mündet. Zeile um Zeile verfällt der Leser nämlich mehr dem Charme der kleinen Stadt am Main, verliebt sich in Landschaft und Leute, wird verführt von Küche und Kneipen, vergisst die Zeit in Gebäuden und Geschichte.
Da geht es ihm nicht anders als dem Volontär Dux, der auf die Jagd nach einem „Reißer“ über den „Mord in der Provinz“ nach Karlstadt beordert wird. Dux ändert seine Prioritäten aber bereits kurz nach der Ankunft: „Eigentlich interessierte er sich mittlerweile mehr für diese wundersame Stadt als für die ominöse Leiche . . .“. Schon nach einem Hefeweizen und „Blauen Zipfeln“ auf dem spätsommerlich-heiteren Marktplatz, einem Abstecher ins Turmkaufhaus und einem Spaziergang durch die Untere Spitalgasse und entlang des Mains beginnt der Zauber Karlstadts, zu wirken.
So taucht die Wasserleiche, die dem Autor Siegfried lediglich als Aufhänger für seine liebevolle Karlstadt-Betrachtung dient, auch nur noch am Rande auf. Ganz auf die Stadt Karlstadt richtet er seinen Fokus. Auf einen „Rundgang“ will er den Leser mitnehmen, ihn wohldosiert auf Sehens- und Wissenswertes hinweisen, ihn aber besonders die Atmosphäre schmecken und das Lebensgefühl kosten lassen.

Die Handlung ist dabei eher sekundär; sie ist der rote Faden, der die Schauplätze, zu denen der Autor seinen Protagonisten Dux führt, miteinander verknüpft. „Ich wollte keinen Krimi schreiben“, stellt Siegfried für den Fall klar, mit der Wasserleiche eine falsche Fährte gelegt zu haben. Der „Ortstermin Karlstadt“ sei eine Art Erzählung, sei tatsächlich ein Rundgang: „Ich will den Leuten Lust auf Karlstadt machen.“
Die Idee dazu entstand für ihn aus der Not. „Ich wollte ein Buch über Karlstadt kaufen, das informativ und unterhaltsam ist, und habe nicht das gefunden, was ich suchte.“ Natürlich gebe es einige sehr profunde Abhandlungen über die Stadt, aber ohne das „Milieu“, ohne die Facetten, die er gerne beleuchtet gesehen hätte. Also griff er selbst zur Feder.
Eine solide Basis hat der „Ortstermin“ dennoch. „Karscht 800 – ein Spaziergang durch die Geschichte der Stadt Karlstadt“ aus der Serie der Main-Post diente dem Autor als sachliche Grundlage. Sehr persönlich aber ist die Beschreibung beispielsweise der Fischergasse: flirrende Sonnenstrahlen auf schattigem Pflaster, große, mediterrane Kübelpflanzen, buntes Weinlaub und dämmrige Innenhöfe. Kein Prospekt kann schöner für die Stadt werben.
Jedem Karschter dagegen muss das Herz bei der Schilderung des Turmkaufhauses aufgehen „mit einem sonderbaren Arrangement aus Klobürsten, Schreibwaren und Fahrradzubehör in der Auslage“. Die Karlstadter werden auch ihre Gaststätten trotz leicht verfremdeter Namen problemlos erkennen können.
Allerdings sind „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen so nicht gewollt und entspringen ausschließlich der Phantasie des Lesers“, schickt Siegfried seinem Buch voraus. Er beobachtet genau, beschreibt detailliert, ist unterhaltsam bis amüsant, ohne jemals das Objekt seiner Betrachtung ins Lächerliche zu ziehen. Seine Eindrücke hat er bei Spaziergängen gesammelt; Stammtischgespräche sind ihm vertraut: „Ich bin auch ein Kneipenhocker.“ Außerdem ist er passionierter Koch, wovon der Leser in Form von eingestreuten Rezepten fränkischer Spezialitäten profitiert.
Geboren und aufgewachsen in Frankfurt, zog Siegfried von Oppenheim in Rheinhessen über Zellingen nach Karlstadt, wo er seit vier Jahren lebt. Der 60-Jährige ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Bis 2006 war er 20 Jahre lang als Händler für italienische Weine tätig. Als freiberuflicher Publizist ist er dieser Branche treu geblieben.
Zwei Krimis, im Rheinhessischen spielend, hat Siegfried bereits vorgelegt. Wer Leichen mit fränkischem Lokalkolorit bevorzugt, muss sich noch ein wenig gedulden, denn der Unterfranken-Krimi, den Paul Siegfried – vielleicht auch mit Karlstadt in einer zentralen Position, aber bei weitem nicht so ausführlich beschrieben – als nächstes angehen will, ist gerade im Planungsstadium.

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Karschter Mai 2010
von Heike Huber

Fremdenführer auch für Einheimische

Auf einen „kriminell vergnüglichen Rundgang“ lädt uns seit kurzem der Autor Paul Siegfried ein. Sein aktuelles Buch „Ortstermin Karlstadt“ ist eine crossover-Erzählung verschiedener Genres: ein Stadtführer-Krimi mit kulinarischen und karikaturistischen Zügen.

Wir begleiten den Zeitungsvolontär Holger Maria Dux, wie er von seinem Redakteur in ein kleines Provinzkaff „zwischen Würzburg und Aschaffenburg, direkt am Main“ geschickt wird - Karlstadt. Er soll aus einer dort aufgefundenen Wasserleiche eine „Story“ machen.

Gemeinsam mit Dux betritt der Leser die Straßen von Karlstadt – und der Ortskundige weiß sofort, wo Dux sich gerade aufhält. Wenngleich Namen von Geschäften – Dux hat noch schnell etwas zu besorgen - und Gastronomie – vor der Arbeit bekommt er Hunger auf „Blaue Zipfel“ – verfremdet sind, so ist es nicht schwer zu erraten, wo er die Thermoskanne kauft und in welchem Lokal er das Mittagessen einnimmt.

Während seiner Recherchearbeit hat Dux durchaus einen Blick für die Karlstadter Baukunst. Dabei betrachtet er nicht nur historische Altstadthäuser, sondern auch die charakteristischen „Sehenswürdigkeiten“ der Karlstadter Industrie.

Was den Leser ins Grübeln bringt, sind die „Karschter“. Jede Person, die in der Geschichte auftritt löst den unwillkürlichen Reflex aus, partout erkennen zu wollen, um wen es sich handelt. Zwar wurde mir versichert, dass sie fiktiv und frei erfunden sind – „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind so nicht gewollt und entspringen ausschließlich der Phantasie des Lesers.“ – aber man weiß ja nie…

Titel: Ortstermin Karlstadt                                                                                                                          Autor: Paul Siegfried                                                                                                                                    Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin 2009

Erhältlich in Karlstadt zum Preis von 7,80€:                                                                                            bei der Buchhandlung Ehehalt,                                                                                                                              im "Karschter Eck"                                                                                                                                        oder beim Autor selbst. Email: paulsiegfried@online.de, ...auf Wunsch mit Widmung...

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Paul Siegfried

KRIMINALGESCHICHTERN - ORTSBESCHREIBUNGEN